Das Betriebliche Eingliederungsmanagement

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement

 

 

 

von: Edeltrud Habib, Regina Richter

wbv Media, 2011

ISBN: 9783763948000

Sprache: Deutsch

233 Seiten, Download: 1793 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Das Betriebliche Eingliederungsmanagement



"DAS BEM-VERFAHREN (S. 20-21)

Wann ist ein Gespräch ein BEM-Gespräch?


Vor dem Hintergrund der zuletzt genannten Einwände geht es im Folgenden um die Frage, wer an einem BEM-Gespräch und an einem BEM-Verfahren beteiligt sein soll.

Betriebliche Umsetzung


Wie sieht die Praxis in den Betrieben aus? Eine kleine Umfrage (im Mai 2010) unter Disability-Managern2 ergab, dass die Umsetzung des BEM-Verfahrens und der BEM-Gespräche tatsächlich sehr unterschiedlich durchgeführt wird. Auch in großen Unternehmen (über 1000 Beschäftigte) ist häufig kein festes BEM-Team etabliert. Dagegen gibt es meist mindestens einen BEM-Beauftragten (oft ausgebildete Disability-Manager), die das BEMVerfahren leiten.

Dazu O-Töne: „Weitere Personen werden nur auf Wunsch oder wegen Erfordernis beigezogen. … Alle Fälle im Team zu bearbeiten ist in der Sache eher hinderlich, man bekommt oft nicht alle zusammen“ (Disabilitiy- Manager einer großen Behörde). In einem anderen Unternehmen gibt es ein BEM-Team, das erst dann von der Personalabteilung benachrichtigt wird, wenn die Einschaltung eines „Integrationslotsen“ vom Beschäftigten gewünscht wird. Dies wird vorher von der Personalabteilung schriftlich erfragt, berichtet eine Disability-Managerin aus einer großen Weiterbildungsinstitution. In einem Großunternehmen im Schwäbischen wird berichtet, dass der Disability-Managerin die für ein BEM benötigten Daten monatlich automatisch weitergeleitet werden. Der weitere Ablauf ist standardisiert. Aber auch die Beschäftigten, die noch nicht dem BEM-Verfahren unterliegen, können jederzeit zur BEM-Beauftragten kommen. Diese Möglichkeit wird dort offenbar rege wahrgenommen.

Festzuhalten bleibt, dass die Vielfalt der Auffassungen darüber groß ist, wie ein Informationsgespräch zum BEM oder ein BEM-Gespräch definiert ist. Grundsätzlich und unstrittig sind potentiell an einem BEM-Verfahren beteiligt:

An einem BEM- Gespräch nehmen in der Regel teil:
- Arbeitgeberbeauftragte/r der/die betroffene Beschäftigte
- Interessenvertretung (BR/PR/MAV)
- Schwerbehindertenvertrauensperson (bei Schwerbehinderung und Gleichstellung)
- Optional: Betriebsarzt oder externe Berater/Partner

Es gibt zahlreiche Broschüren und Ratgeber zum Thema BEM. Wir schauen uns im Folgenden beispielhaft grundsätzliche Empfehlungen wichtiger Institutionen zur Umsetzung des BEM und zur Rolle der Interessenvertretungen darin an."

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